We Care Louder!

Pflege x Metal

Das Metal Health-Projekt für Pflegekräfte

Was haben Pflege und Heavy Metal miteinander zu tun?

Sarina Okunek (l.) und Meike Dembski, zwei unserer Pflegefachkräfte aus Buchholz und Winsen, fahren im Juli zum Wacken Open Air. Sie haben in unserer Aktion We Care Louder! die Jury am meisten überzeugt und sich als Gewinnerinnen von je zwei Tickets durchgesetzt.

Hinter der Aktion steckt jedoch mehr als ein Festivalerlebnis: Mit We Care Louder! - Metal Health für Pflegekräfte machen wir sichtbar, was vielen Pflegekräften in einem fordernden Beruf Kraft gibt: Metal!

We Care Louder - Mehr als ein Festivaltrip

Heavy Metal als mentale Ressource

In der Pflege arbeiten viele Menschen, für die Heavy Metal weit mehr ist als ein Musikstil. Sie schöpfen ihre Kraft aus Metal, der Szene und der persönlichen Identität als Metalheads. Mit der Aktion We Care Louder!  unterstützen wir die individuellen Resilienzstrategien unserer Mitarbeitenden und unterstreichen die Relevanz der mentalen Gesundheit.

We Care Louder! ist ein Projekt der Pflegedienstleitung unserer Krankenhäuser in Kooperation mit dem Wacken Open Air. Das Projekt verbindet Pflege, Metal und Mental Health.

Die Gewinnerinnen

Diese zwei Pflegekräfte fahren für uns nach Wacken

 

Meike Dembski

»Pflege ist ein unglaublich toller Beruf, aber er fordert auch jeden Tag viel – fachlich, körperlich und emotional. Für mich ist Metal ein Ventil, das mir hilft, nach einem anstrengenden Dienst wieder runterzukommen und den Kopf freizukriegen.«

 

 

Kurzprofil:

  • Pflegefachkraft in der Zentralen Notaufnahme Winsen
  • arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Krankenschwester im Krankenhaus Winsen
  • Fachweiterbildung Notfallpflege
  • Favourite Bands: VolBeat, Sabaton, Powerwolf

Sarina Okunek

»Als ich den Aufruf zur Wacken-Aktion mitbekommen habe, war ich überrascht und habe mich extrem gefreut. Ich dachte: ‚Krass, dass ein Krankenhaus an uns Metalheads denkt!‘ Jetzt habe ich noch einen Grund mehr, warum ich gerne hier arbeite.«

 

Kurzprofil:

  • Pool-Pflegefachkraft auf den Intensivstationen beider Krankenhäuser
  • seit Januar 2026 im Unternehmen
  • erfuhr von ihrem Wacken-Gewinn an ihrem Geburtstag
  • Favourite Genre: MetalCore, z.B. Ice Nine Kills
  • "Pflege kannst du nicht nebenbei machen. Und Metal hörst du auch nicht so nebenbei. Entweder du fühlst das – oder nicht."

 

 

Warum Metal?

Pflege ist geprägt von Schichtdienst, hoher Verantwortung, Zeitdruck und emotional belastenden Situationen. Wer in diesem Umfeld dauerhaft stabil bleiben will, braucht Ausgleich und Regulationsquellen. Für einige Pflegekräfte ist Metal genau das: Ventil, Energie, Gemeinschaft und Identität.

Was für Außenstehende nach Krach klingt, ist für viele ein Weg, Anspannung abzubauen und wieder bei sich anzukommen.

Zahlen, Daten, Fakten

Schätzungen zufolge hören über 10 Millionen Deutsche Heavy Metal – also mehr als jeder achte.

Das Statistische Bundesamt beziffert für 2024 bundesweit 6,2 Millionen Menschen in Gesundheitsberufen. (destatis 2026)

Darum lieben Pflegekräfte Metal

Was die Forschung dazu sagt 

 

Studienergebnisse belegen, dass im klinischen Umfeld energiereiche Musikstile wie Rock zu den am häufigsten genannten gehören, die zum Stressabbau genutzt werden. Warum das so ist, weiß der Psychologe Burkhard Gniewosz, Professor an der Universität Salzburg:

 

„Gesundheitsberufe zählen zu den besonders stark belasteten Berufsgruppen. Entsprechend groß ist die Bedeutung von Programmen zur Gesundheitsförderung, Mental Care-Angeboten und Maßnahmen zur Burnout-Prävention.“

 

Ein Projekt wie We Care Louder! passt dazu exzellent, denn:

„Menschen nutzen Musik aktiv zum Stressabbau und zur Regulierung negativer Emotionen. Besonders wirksam ist das, wenn die Musik einerseits den persönlichen Vorlieben entspricht und andererseits zu den Qualitäten der zu regulierenden Emotionen passt. Bei hoher Anspannung – wie sie in Stresssituationen typisch ist – braucht es entsprechend energiereiche Musik. Genau deshalb eignet sich Heavy Metal hier besonders gut.“

 

Hinzu kommt, dass die Heavy Metal-Community über einen ausgeprägten Gruppenzusammenhalt und ein starkes gegenseitiges Unterstützungsverhalten verfügt – ein weiterer Faktor, der für die Burnout-Prävention bedeutsam ist. Prof. Gniewosz:

„Über Heavy Metal lassen sich nicht nur Anspannung und Stress abbauen, sondern auch ein soziales Netzwerk und soziale Ressourcen aufbauen. Diese wiederum können als zusätzliche Schutzfaktoren gegen die hohe Beanspruchung in Gesundheitsberufen wirken.“

 

➤ Mehr wissenschaftliche Hintergründe im Kurzpaper Warum Heavy Metal Pflegekräften Kraft gibt (PDF-Download).

Prof. Dr. Burkhard Gniewosz ist seit 2016 Professor für Quantitativen Forschungsmethoden am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg. In seiner Forschung befasst er sich u.a. mit der Psychologie des Jugendalters, den Effekten von sozialen Kontexten auf die Entwicklung, der akademischen und politischen Sozialisation sowie der Weiterentwicklung und Anwendung von statistischen Modellen. Im Mai 2026 veröffentlichte er gemeinsam mit Prof. Jörg Zumbach das Buch „No Fear of the Dark. Eine Psychologie des Heavy Metal“, erschienen bei Kohlhammer. Darin widmen sie sich der psychologischen Forschungslage zu Heavy Metal.

Warum wir diese Aktion machen

Wertschätzung und Mental Health

 

Mit We Care Louder! - Metal Health für Pflegekräfte nehmen wir die wissenschaftliche Perspektive ernst: Wir sehen Pflegekräfte nicht nur in ihrer professionellen Fähigkeit und Rolle, sondern auch als Menschen in ihrer subkulturellen Identität mit wirksamen Resilienzstrategien. Die Kooperation mit dem Wacken Open Air ist ein bewusstes Zeichen für gute Arbeitskultur. Sie bedeutet auch, Räume für Identität, Mental Health und Ausgleich ernst zu nehmen.

„Unsere Pflegekräfte leisten jeden Tag Außergewöhnliches. Pflege ist ein herausfordernder Beruf, der eine hohe Resilienz erfordert. Mit ‚We Care Louder!‘ wollen wir die tägliche Leistung der Pflegekräfte besonders anerkennen und zugleich ihren Umgang mit den Belastungen des Berufs würdigen. Wir sehen unsere Pflegekräfte als Individuen auch jenseits von Dienstplan, Stationsalltag und Funktion. Darin liegt für uns die Stärke des Projekts.“

Jan Bergstein, Mitglied im  Pflegedienstleitungsteam der Krankenhäuser Buchholz und Winsen

Du bist Metalhead in der Pflege?

Wenn Du in der Pflege arbeitest und Dir einen Arbeitgeber wünschst, der Dich nicht nur fachlich, sondern auch Dich persönlich sieht, freuen wir uns auf Dich!

Hier gibt’s Pflegejobs für Metalheads in Buchholz und Winsen:

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Kooperationspartner

 

Für die Aktion We Care Louder! kooperieren wir mit Partnern, ohne die das Projekt nicht wäre, was es ist. Wir danken daher sehr herzlich:

  • Wacken Open Air  Wacken Logo
  • Prof. Dr. Burkhard Gniewosz, Universität Salzburg
  • der Hamburger Thrashmetal-Band GODSNAKE für den Sound von We Care Louder! in Social-Media, ihr Sänger Torger Neuhaus lebt im Landkreis Harburg
  • und vielen weiteren Menschen, die das Projekt unterstützen

 

 

Social Media & Medien

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Medienberichte:

Lüneburger Landeszeitung 

Lüneburger Landeszeitung für die Nordheide / Winsener Anzeiger