Für viele Herzpatienten sind sie unsichtbare Schutzengel: Winzige Computer im Brustkorb, die den Rhythmus des Lebens überwachen. Doch wie funktionieren Herzschrittmacher, implantierbare Defibrillatoren und Co. eigentlich? Und was bedeutet die Technik im Alltag? Die Sektion Kardiologie und Angiologie der Krankenhäuser Buchholz und Winsen lädt am 5. März 2026 um 18 Uhr alle Interessierten, Patienten und Angehörigen zu einem Informationsabend ins Krankenhaus Winsen ein. Unter dem Titel „Herzschrittmacher, Defibrillator und Co.: Wie helfen die implantierbaren Lebensretter?“ beleuchten die Experten die Bandbreite der modernen Herzrhythmustherapie.
Vielfalt der Systeme: Maßgeschneiderte Lösungen für jedes Herz
Nicht jedes Herz braucht die gleiche Unterstützung. Während der klassische Herzschrittmacher vor allem bei einem zu langsamen Herzschlag zum Einsatz kommt, schützen implantierbare Defibrillatoren (ICD) vor dem plötzlichen Herztod durch Kammerflimmern oder Herzrasen. „Die moderne Technik ist heute so klein und intelligent wie nie zuvor“, erklärt Dr. Klaus Hertting, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie. „Wir können die Geräte individuell auf das Profil jedes einzelnen Patienten einstellen. Im Idealfall bemerken die Patienten ihr Implantat gar nicht.“
Sicherheit im Alltag: Was ist heute möglich?
Das GesundheitsGerspräch widmet sich auch den praktischen Konsequenzen im Alltag. Viele Patientinnen und Patienten sind unsicher: Darf ich mit einem Schrittmacher Sport treiben? Was passiert bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen? Und sind Untersuchungen im MRT (Kernspintomographie) noch möglich?
Dr. Matthias Krüger, Oberarzt der Kardiologie und Angiologie, wird in seinem Vortrag gezielt auf diese Punkte eingehen. „Die meisten modernen Systeme sind heute MRT-tauglich, sofern bestimmte Vorkehrungen getroffen werden“, so Dr. Krüger. „Es ist uns wichtig, unseren Patienten auch für besondere Situationen wie anstehende Operationen oder Reisen die nötige Sicherheit im Umgang mit ihrem Implantat zu vermitteln.“
Medizinische Veränderungen und ethische Aspekte
Ein solches Gerät begleitet Patientinnen und Patienten oft über Jahrzehnte. Doch was passiert, wenn sich die medizinischen Bedingungen ändern oder das Leben sich dem Ende neigt? Die Experten informieren darüber, wie die Geräte an neue Situationen angepasst werden können und welche Rolle Patientenverfügungen im Zusammenhang mit Defibrillatoren spielen, um Selbstbestimmung bis zuletzt zu gewährleisten.
Im Anschluss an die Vorträge haben die Besucher ausreichend Zeit, ihre persönlichen Fragen direkt an die Experten zu stellen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Auf einen Blick:
GesundheitsGespräch „Herzschrittmacher, Defibrillator und Co.: Wie helfen die implantierbaren Lebensretter?“ mit Dr. Klaus Hertting, Chefarzt der Sektion Kardiologie und Angiologie und Dr. Matthias Krüger, Oberarzt der Sektion Kardiologie und Angiologie an den Krankenhäusern Buchholz und Winsen
5. März 2026, 18 Uhr
Krankenhaus Winsen, Cafeteria
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
