Herzliche Einladung zum GesundheitsGespräch
Adipositas gilt inzwischen als eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind rund zwei Drittel der Bevölkerung von Übergewicht betroffen. Der Anteil an Menschen mit starker Fettleibigkeit, d.h. einem Body-Mass-Index von über 30, nimmt dabei stetig zu – mit schwerwiegenden Folgen. Starkes Übergewicht und Fettsucht sind Risikofaktoren für Begleiterkrankungen wie Diabetes, Herz-, Kreislauf- und Fettstoffwechselstörungen oder Gelenk- und Organbeschwerden. Nicht zuletzt ist der Leidensdruck der Betroffenen enorm hoch. Wenn die eigenen Versuche zur Gewichtsabnahme fehlschlagen, entschließen sich Patientinnen und Patienten immer häufiger zu einer ärztlich kontrollierten Therapie. Neben Ernährungsumstellung, Bewegung, Verhaltenstherapie und chirurgischen Eingriffen rückt nun zunehmend auch die medikamentöse Behandlung in den Fokus ganzheitlicher Therapiekonzepte. Dabei stellt sich die Frage, ob eine medikamentöse Behandlung der Adipositas eine sinnvolle Ergänzung zu bisherigen Therapieverfahren ist oder eine Konkurrenz dazu darstellt. Dr. med. Daniel Abo-Dalo, Leiter der Sektion für Adipositas- und metabolische Chirurgie am Krankenhaus Winsen, und Oberarzt Dimitri Kogan stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des GesundheitsGesprächs zum Thema „Übergewicht: Neues zur Behandlung der Adipositas – ist die medikamentöse Therapie Konkurrenz oder Mitstreiter?“ am Donnerstag, 19. Februar, 18 Uhr, in der Cafeteria des Krankenhauses Winsen, Rede und Antwort. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Medikamentöse Therapie gewinnt an Bedeutung
Lange Zeit spielten Medikamente in der Behandlung von Fettleibigkeit eine untergeordnete Rolle. Dies ändert sich zunehmend mit neuartigen Wirkstoffen, die aus der Diabetesbehandlung stammen. „Adipositas ist eine ernsthafte chronische Erkrankung, die die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränkt“, weiß Dr. med. Daniel Abo-Dalo, Leiter der Sektion für Adipositas- und metabolische Chirurgie am Krankenhaus Winsen. „Eine medikamentöse Behandlung erzielt zwar effektive Gewichtsabnahmen, kann aber nicht alleinige Lösung sein. Es ist unser Anspruch, Patientinnen und Patienten mit Adipositas ganzheitlich mit modernsten Methoden zu therapieren und verschiedene Therapieverfahren miteinander zu kombinieren. Denn für eine langfristige Gewichtsabnahme ist ein multimodales Rundum-Konzept wichtig. Im Bereich begleitender Therapieverfahren kann die zunehmende Bedeutung von Medikamenten Türen öffnen“, so Dr. Abo-Dalo.
Adipositas-Behandlung am Krankenhaus Winsen
Als eines der wenigen Krankenhäuser in Norddeutschland ist das Krankenhaus Winsen seit 2017 zertifiziertes Kompetenzzentrum in der Adipositaschirurgie und somit eine wichtige Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten aus der Region und darüber hinaus. „Im Adipositaszentrum im Krankenhaus Winsen bieten wir Patientinnen und Patienten sowohl ein umfangreiches Versorgungspaket aus engmaschiger Beratung durch Spezialistinnen und Spezialisten mit langjähriger Expertise als auch eine vollumfängliche Unterstützung bei den Eingriffsformalitäten sowie ein breit gefächertes Netzwerk mit eigener Selbsthilfegruppe in der Klinik“, so Dimitri Kogan, Oberarzt in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Jährlich werden im Adipositaszentrum etwa 200 operative Eingriffe durchgeführt. Das häufigste OP-Verfahren ist die Magenverkleinerung durch einen Schlauchmagen.
Auf einen Blick:
GesundheitsGespräch „Übergewicht: Neues zur Behandlung der Adipositas – ist die medikamentöse Therapie Konkurrenz oder Mitstreiter?“ mit Dr. med. Daniel Abo-Dalo, Leiter der Sektion für Adipositas- und metabolische Chirurgie, und Oberarzt Dimitri Kogan
19. Februar 2026, 18 Uhr
Krankenhaus Winsen, Cafeteria
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Übersicht aller GesundheitsGespräche 2026 finden Sie hier.
