Für viele Menschen ist Schmerz kein Warnsignal mehr, sondern ein ständiger Begleiter, der das Leben diktiert. Wenn Rücken, Gelenke oder der ganze Körper über Monate oder Jahre hinweg leiden, versagen oft klassische Behandlungsmethoden. Doch es gibt Wege zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Am 16. April lädt das Krankenhaus Winsen im Rahmen der GesundheitsGespräche zu einem Informationsabend ein, der sich intensiv dem Thema chronischer Schmerz widmet.
Den Teufelskreis aus Schonung und Angst durchbrechen
Chronischer Schmerz ist weit mehr als ein rein körperliches Symptom. Er beeinflusst die Psyche, das soziale Umfeld und die allgemeine Lebensqualität. „Viele Betroffene ziehen sich aus Angst vor dem Schmerz immer weiter aus dem aktiven Leben zurück. Das führt oft in einen Teufelskreis aus Schonhaltung und noch stärkeren Beschwerden“, erklärt Dr. Gabriele Heuschert, Sektionsleiterin der Interdisziplinären Multimodalen Schmerztherapie (IMST) am Krankenhaus Winsen. Gemeinsam mit Dr. Franziska Bonin und dem Therapeutenteam wird sie an diesem Abend das innovative Behandlungskonzept der IMST vorstellen, das in Nordost-Niedersachsen in dieser Form einzigartig ist.
Ein Team für alle Ebenen des Schmerzes
Das Besondere an der dreiwöchigen stationären Therapie der IMST ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Die Patienten werden in Winsen von Schmerzmedizinerinnen, Psychologinnen, spezialisierten Pflegekräften sowie Physio-, Ergo- und Kunsttherapeutinnen betreut. Die Therapie findet dabei bewusst in Kleingruppen von acht Personen statt. „Das Gruppengefüge ist bewusst gewählt, damit sich die Patienten austauschen und gegenseitig stützen können“, so Dr. Franziska Bonin. Ziel der gesamten Therapie ist nicht die vollständige Schmerzfreiheit, sondern die Rückkehr zu mehr Mobilität und Lebensqualität. Die Patienten sollen befähigt werden, ihren Alltag wieder selbstbestimmt zu gestalten und Strategien zu entwickeln, um die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen.
Details zur Veranstaltung
Alle Interessierten, Betroffenen und Angehörige sind herzlich eingeladen, sich umfassend über die Voraussetzungen und den Ablauf der spezialisierten Schmerztherapie zu informieren. Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Gabriele Heuschert und Dr. Franziska Bonin besteht ausreichend Zeit für individuelle Fragen und den persönlichen Austausch. Eine ehemalige Patientin wird von ihren Erfahrungen berichten und es besteht die Möglichkeit, beispielhaft Therapieformen wie Kunst- oder Ergotherapie vor Ort auszuprobieren.
Auf einen Blick:
GesundheitsGespräch „Chronischer Schmerz: Was hilft?“ mit Dr. Gabriele Heuschert und Dr. Franzika Bonin
16. April 2026, 18 Uhr
Krankenhaus Winsen, Cafeteria
