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Unfallchirurgie hat sich neu aufgestellt

Teamarbeit: Dr. Leonidas Gušic (li.) und Dr. Adil Maouzi begutachten die Röntgenaufnahme einer Patientin

Die Unfallchirurgie des Krankenhauses Winsen mit ihrem Chefarzt Dr. Leonidas Gušic hat sich für die Zukunft hervorragend aufgestellt: Mit neuem Oberarzt und erneuerter Zulassung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) für die Behandlung von Berufsunfällen sichert die Abteilung weiterhin eine zuverlässige und belastbare Versorgung von Unfallopfern.

Der neue Oberarzt Dr. Adil Maouzi (39) arbeitet seit Anfang des Jahres in der Winsener Unfallchirurgie. In Kassel geboren und aufgewachsen, hat er sein Medizinstudium an der Universität Göttingen absolviert, danach viereinhalb Jahre in der Viszeralchirurgie in der Ammerland-Klinik in Westerstede gearbeitet. Anschließend absolvierte er seinen Facharzt für Allgemeinchirurgie in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen und war dort insgesamt drei Jahre tätig. In dieser Zeit qualifizierte er sich zusätzlich als Notarzt. Es folgten drei Jahre im Krankenhaus St. Georg in Hamburg, wo sich Dr. Maouzi in Orthopädie/ Unfallchirurgie und spezieller Unfallchirurgie weiter spezialisierte.

„Ich finde es faszinierend, wie schnell in der Unfallchirurgie positive Resultate zu erzielen sind“, sagt er. Zwar sieht er täglich schlimme Verletzungen, doch beschreibt er sich als „stressresistent“. Der verheiratete Vater zweier Kinder (fünf und sieben Jahre alt) lebt in Hamburg. Am Krankenhaus Winsen schätzt er die freundliche Atmosphäre und die kurzen Wege: „Vieles lässt sich im persönlichen Gespräch klären, das finde ich sehr angenehm.“

Dr. Maouzi gehört im Winsener Krankenhaus jetzt zu einem Team, das erst vor kurzem von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erneut zum Verletzungsarten-Verfahren zugelassen worden ist. Dieses Verfahren regelt die Behandlung von Verletzungen, die sich im Beruf, in der Schule oder auf dem Weg dorthin ereignet haben. Die beteiligten Partnerkliniken werden regelmäßig auf medizinische, logistische und strukturelle Voraussetzungen überprüft. Dem Ergebnis entsprechend dürfen die Kliniken bestimmte Leistungen erbringen: Als Durchgangsklinik, die Verletzte erstversorgt und dann weiterleitet. Als Klinik, die alle Arten von Knochenverletzungen behandelt (VAV), und als Klinik, die komplexe Traumata versorgt. Winsen ist VAV Klinik. Ein Patient, der z.B. einen Unterschenkelbruch erlitten hat, ist hier gut aufgehoben. Kommt zu der Unterschenkelverletzung allerdings eine Nervenschädigung hinzu, muss der Patient in ein spezialisiertes Krankenhaus für die Schwerverletztenversorgung verlegt werden, das für eine entsprechende Therapie zugelassen ist. Drei solcher Kliniken stehen in Hamburg zur Verfügung. Das Krankenhaus Winsen kooperiert mit diesen Häusern.

Im Raum zwischen Stade und Celle, Rotenburg und Lüneburg ist das Krankenhaus Winsen die einzige VAV-Klinik. Doch nicht nur Berufsunfälle – viele aus landwirtschaftlichen Großbetrieben – stehen im Mittelpunkt der Arbeit. „Die Patienten sind so unterschiedlich wie der Landkreis selbst“, berichtet Dr. Gušic: Im Frühjahr werden insbesondere Motorradfahrer zu Patienten, weil sie sich und ihre Maschine überschätzt haben. Dazu kommen Fahrradfahrer, insbesondere ältere E-Bike-Nutzer. Im Sommer ist Military-Zeit, viele Pferdesportler stürzen. Im Herbst kommen immer wieder Landkreisbewohner bei der Obsternte in hohen Bäumen zu Schaden und im Winter bringt Glätte Fußgänger und Autofahrer ins Schleudern. Sie alle können sich darauf verlassen, im Krankenhaus Winsen nicht nur schnell, sondern nach den höchsten Qualitätsmaßstäben versorgt zu werden.

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