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Therapie mit Menschlichkeit und Fachkompetenz

Neueste Therapien und menschliche Zuwendung: Chefarzt Johannes Klemm im Gespräch mit einer Patientin

Ein Zentrum, eine Philosophie, zwei Standorte: Das kooperierende Brustkrebszentrum der Krankenhäuser Buchholz und Winsen wurde jetzt von einem unabhängigen Expertengremium rezertifiziert.

Frauen, die sich in einem anerkannten Brustkrebszentrum behandeln lassen, haben viele Vorteile: Sie können sicher sein, die bestmögliche Versorgung auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu bekommen. Ein interdisziplinäres Team kümmert sich um Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Keine Information geht verloren, weil sich alle an der Behandlung Beteiligten - von Operateuren und Onkologen (Krebsspezialisten) über Pathologen (untersuchen Gewebsproben), Hämatoonkologen (legen Art und Dosierung einer Chemotherapie fest), Radiologen und  Strahlentherapeuten - wöchentlich zur Konferenz treffen. Auch eine Breast Care Nurse, eine spezialisierte Pflegekraft, die Frauen nach der Operation unterstützt, und eine Psychoonkologin gehören zum Team des Brustkrebszentrums der Krankenhäuser im Landkreis Harburg.

Sämtliche Mitarbeiter, vom Arzt bis zur Pflegekraft, werden regelmäßig weitergebildet. Welcher Behandlungspfad eingeschlagen wird, ist keine Zufallsentscheidung, sondern wird  von aktuellen Leitlinien vorgegeben. Ein weitgespanntes Netz aus niedergelassenen Gynäkologen und Selbsthilfegruppen, mit denen die Krankenhäuser Buchholz und Winsen in regelmäßigem Kontakt stehen, fängt Frauen nach der klinischen Behandlung auf.

Jährlich 200 Primärfälle, das bedeutet erstmals diagnostizierte Brusterkrankungen, werden in den Krankenhäusern des Landkreises jährlich behandelt. Hauptoperateure und Leiter des kooperierenden Brustkrebszentrums sind Chefärztin Julia Weidner (Buchholz) und Chefarzt Johannes Klemm (Winsen). Unterstützt werden sie von Oberärztin Soheila Popal (Winsen).  

Die Diagnose Brustkrebs, die jährlich rund 70.000 Frauen in Deutschland trifft, ist längst nicht mehr gleichbedeutend mit einem Todesurteil, erläutert Chefarzt Klemm. Mehr als 80 Prozent aller Frauen überleben. Der etablierte Behandlungsweg besteht aus Operation, Strahlentherapie,  hormonell wirksamen Medikamenten und in besonders gravierenden Fällen einer Chemotherapie. Die erkrankte Brust kann fast immer erhalten werden, die Operationstechniken werden immer schonender.  

Den Ärzten des Brustkrebszentrums ist es ein Anliegen, auch in Zeiten der Pandemie die Versorgungssicherheit für Patientinnen aufrechtzuerhalten, was bisher stets gelungen ist. „Für die betroffene Frau ist Brustkrebs ein absoluter Notfall. Diese Patientinnen werden vorrangig behandelt“, so Johannes Klemm. Er ermutigt Frauen, nicht aus Angst vor einer Ansteckung den Arztbesuch hinauszuschieben, sondern sich möglichst zeitnah zu melden. Denn die rechtzeitige Diagnose und Therapie sind der Schlüssel dazu, den Krebs dauerhaft zu besiegen und Lebensqualität zu erhalten.

Der gute Versorgungsstandard hat inzwischen dazu geführt, dass auch Frauen aus dem benachbarten Hamburg sich Hilfe suchend an die Landkreiskrankenhäuser wenden. Und dort zuverlässig Hilfe bekommen.

Trotz strengster Hygienekonzepte, trotz gut gefüllten Stationen und trotz der hohen Arbeitsbelastung der Pflegenden: Der persönliche, menschliche Touch, der so typisch ist für die Krankenhäuser Buchholz und Winsen, ist erhalten geblieben. Das schlägt sich in dem vielleicht wichtigsten Qualitätsmonitoring nieder, den regelmäßigen Patientenbefragungen. Die Patientinnen, so berichtet Johannes Klemm, fühlten sich durchweg sehr wohl im Krankenhaus, sind mit der Qualität der Information und der Behandlung überaus zufrieden.

Ein Ergebnis, zu dem auch die Zertifizierungskommission gekommen ist, die die Brustkrebsbehandlung in beiden Häusern lobte. Ein gutes Vorzeichen für die Arbeit im neuen Jahr.  

 

 

 

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