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So macht Pflege wirklich Spaß

Die Auszubildenden mit Ärzten und Praxisanleitern

Vor lauter Personal kaum ein Platz frei im Dienstzimmer. Um jeden Kranken bemühen sich gleich zwei Pflegende. Wohin man blickt, überall junge Leute auf der Station der Orthopädie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Heiner Austrup im Krankenhaus Winsen. Hier üben 26 Auszubildende der Gesundheitsfachschule Buchholz für ihren künftigen Beruf. Sie bringen neben ihrem Fachwissen jede Menge gute Laune und fröhliches Lachen mit. Die Patienten strahlen. Und die Praxisanleiter*innen sind beeindruckt.

Der achte Durchlauf des Projekts „Auszubildende leiten Station 6“, ein Erfolgsmodell der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, ist erneut glänzend gelungen. Das Konzept: Die fast fertig ausgebildeten Pflegefachleute der Zukunft übernehmen für 14 Tage eigenverantwortlich den Betrieb einer Station. Sie schreiben Dienstpläne, sorgen dafür, dass 24 Stunden am Tag genug Personal am Platz ist, treffen Entscheidungen über Pflegemaßnahmen und kontrollieren sich gegenseitig.  

Diejenigen, die diesen Job normalerweise machen, halten sich im Hintergrund. Wenn’s hakt, greifen sie ein und geben Fachinput. Alle sind mit Begeisterung dabei: „Die Atmosphäre ist sehr angenehm und kooperativ“, lobt Kursleiterin Heike Winckelmann.  „Ein außerordentlicher Jahrgang mit hervorragender Motivation, in dem das Miteinander bestens funktioniert“, so Lehrkraft Corinna Moltkau. „Ein tolles Projekt, das einen super Einstieg in das Berufsleben bietet“, sagt Stationsleitung und Praxisanleiterin Astried Wiegels.

Anerkennende Worte auch vom Ärztlichen Direktor und Chefarzt Dr. Heiner Austrup und seinem Stellvertreter Dr. Amir Iptchiler, die den Pflegenachwuchs auf der Station nach Möglichkeit unterstützen. „Wir freuen uns, dass wir solche Auszubildenden im Haus haben“, so Dr. Austrup. Das Projekt sei ein großer Motivationsfaktor und zeige, „wie mit Investitionen und entsprechenden Angeboten junge Leute für den Pflegeberuf gewonnen werden können.“ 

„Wir haben ausgesprochen viel gelernt, nicht nur in fachlicher Hinsicht“, sind sich Alex Schamber aus Bleckede und Timo Wirges aus Buchholz einig. Die beiden 23-Jährigen wurden von ihrer Ausbildungsgruppe als Stationsleitung gewählt. Und sind damit plötzlich diejenigen, die ihren Mitschülern Anweisungen geben müssen. „Früher gehörte ich zu denen, die öfter mal im Unterricht gequatscht haben. Und jetzt muss ich selbst für Ruhe sorgen“, beschreibt Timo Wirges den Wandel. Ein ungewohntes Gefühl. Auch die Verantwortung drückt. „Man muss immer zusehen, dass man nichts vergisst“. Doch beide Auszubildende wissen, dass sie ihr Team auffängt und in jeder Situation unterstützt. Alex Schamber fühlt sich in seiner Rolle schon „so richtig wohl“. Beide Nachwuchskräfte wollen in der Pflege bleiben und haben schon Zukunftspläne, wie sie sich nach dem Examen im Sommer weiterqualifizieren. Bis zur Prüfung müssen die jungen Leute noch viel lernen. Der  Praxiseinsatz hilft ihnen dabei zu erkennen, wo genau ihnen Wissen fehlt.

Die Patienten auf der Orthopädie freuen sich über zusätzlichen Pfleger. „Diese jungen Leute sind so aufmerksam, aufbauend, lieb und haben mir mit ihrer Fröhlichkeit über manche Krise hinweggeholfen“, verrät Edda Gerth (69) aus Hanstedt.

 

Die Teilnehmer des Projekts „Schüler leiten eine Station“ mit ihren Lehrern, Praxisanleitern und Chefarzt Dr. Heiner Austrup

Foto: Krankenhaus Winsen

 

Eine Ausbildung in der Pflege ist einfach klasse, finden Alex Schamber (li.) und Timo Wirges, die gerade Stationsleitung auf Zeit sind

 

Edda Gerth wird umsorgt von den Auszubildenden Selina Berger (li.) und Katharina Hillermann

 

Fotos: Krankenhaus Winsen 

   

 

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