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Neue Stärke für die Blase

Bu: Kompetenzteam gegen Blasenschwäche (v.l.): Chefarzt Johannes Klemm, Anne Kristin Rotterdam, Juliane Feiling, Jasmin Schenk

Das belastet viele Frauen: Wenn sich die Blase nur noch schwer kontrollieren lässt, wird der Alltag zur Herausforderung. Die Abteilung für Gynäkologie im Krankenhaus Winsen unter der Leitung von Chefarzt Johannes Klemm in Zusammenarbeit mit der Praxis für Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie Juliane Feiling in Winsen macht Frauen  jetzt ein Angebot: Sie können an einer Studie teilnehmen, die ein Übungsprogramm beinhaltet. Ziel dieses Programms ist es, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken, sodass die Beschwerden wirksam gebessert werden. Das Programm wird sowohl in der Praxis durchgeführt als auch zu Hause. Die Ergebnisse werden protokolliert und ausgewertet. 

Schon zu Jahresbeginn hatte die erste Studie dieser Art mit 21 Teilnehmerinnen begonnen. Corona-bedingt konnte die Studie nicht zu Ende geführt werden, sodass die Datenlage nicht ausreicht, um verlässliche Aussagen zu treffen. Kernpunkt der Studie ist der wissenschaftliche Vergleich von Beckenbodentraining mit und ohne den Einsatz eines Vibrationstrainers. Dieser Vibrationstrainer spricht eine Vielzahl von Muskeln an und es wird angenommen, dass er den Trainingseffekt steigert.

Zur Teilnahme benötigen Interessentinnen von ihrem Hausarzt oder Gynäkologen eine Verordnung für Krankengymnastik und eine ärztliche Überweisung für das Krankenhaus Winsen. Die Frauen werden zunächst in der gynäkologischen Ambulanz des Krankenhauses untersucht, um festzustellen, ob ein Trainingsprogramm bei ihnen die Blasenschwäche bessern könnte.

Weitere Voraussetzung ist die Bereitschaft, Fragebogen auszufüllen und ein Miktionstagebuch (Toiletten- und Trinkprotokoll) zu führen. Das Programm dauert sechs Wochen. Die Frauen werden in zwei Gruppen eingeteilt. Beide Gruppen trainieren zweimal wöchentlich in der Physiotherapiepraxis, die einen mit Vibrationstrainer, die anderen ohne. Außerdem wird von den Teilnehmerinnen erwartet, dass sie zusätzlich täglich zu Hause ein Übungsprogramm absolvieren. Nach der Hälfte des Projekts und zum Abschluss werden sie erneut untersucht und befragt.

Die Physiotherapeutinnen Jasmin Schenk und Anne-Kristin Rotterdam sind speziell für Beckenbodentraining fortgebildet und haben das Übungsprogramm selbst entwickelt. ?Wir wünschen uns engagierte Frauen, die mitziehen und das Training auch nach Beendigung des Projekts weiter durchführen?, so Jasmin Schenk. Nur so könnten die positiven Effekte erhalten bleiben und sogar noch ausgebaut werden.

Bisher haben Chefarzt Klemm und die beiden Physiotherapeutinnen mit dem Programm sehr gute Erfahrungen gemacht. Teilnehmerinnen aus beiden Gruppen und jeden Alters berichten über eine Besserung ihrer Inkontinenz. Jasmin Schenk verbindet mit dem Projekt die Hoffnung, ?dass mehr Frauen den Mut finden, offen über ihre Blasenschwäche zu sprechen und sich Hilfe zu suchen?, sagt sie.

Anmeldung mit einer ärztlichen Überweisung in der gynäkologischen Ambulanz im Krankenhaus Winsen, Tel. 04171 - 13 47 01, oder in der Praxis Juliane Feiling, Tel. 04171 - 60 88 31.

 

 


 

 

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