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Hightech, perfekte Organisation und ganz viel Wohlfühlambiente

Verschafften sich vor Ort einen Eindruck von der neuen Intensivstation im Krankenhaus Winsen (v.l.) stellvertretende Pflegedienstleitung Nadine Hausfeld, Ärztlicher Direktor Winsen Dr. Stefan Gall, Pflegedienstleitung Heike Landig, Geschäftsführer Norbert Böttcher, Technischer Leiter Torsten Riemer, Pflegedienstleitung Angelika Hutsch, Landrat Rainer Rempe

Mit großer Freude überzeugte sich Landrat Rainer Rempe bei einem Rundgang mit Geschäftsführer Norbert Böttcher von der hohen Qualität der neu eingerichteten Funktionseinheit aus Intensivstation (ITS) und Intermediate Care (IMC) im Krankenhaus Winsen, die in Kürze ihre Arbeit aufnimmt.  

Während auf der ITS Patienten mit schweren bis lebensbedrohlichen Krankheiten oder Verletzungen versorgt werden, benötigen IMC-Patienten keine intensivmedizinische Pflege mehr, müssen aber weiterhin engmaschig überwacht werden.

Die Fertigstellung des Funktionstraktes ist der letzte Schritt zur Realisierung des im Jahre 2012 aufgestellten Masterplans zur Zukunftssicherung des Krankenhausstandortes Winsen (Investitionssumme knapp 50 Millionen Euro). Die Kosten für den letzten Bauabschnitt aus ITS umd IMC betragen 3,5 Millionen Euro, von denen 2,5 Millionen das Land Niedersachsen trägt.

„Wir sind stolz, in unserer Kreisstadt Winsen eine solch hoch spezialisierte Einrichtung zu haben, die optimale Arbeitsbedingungen für unsere Ärztinnen und Ärzte sowie für die  Pflegekräfte sichert und einen entscheidenden Beitrag zur erstklassigen medizinischen Versorgung unserer Bevölkerung leistet“, so Landrat Rempe.

Organisation und technische Ausstattung des Funktionstraktes entsprechen dem neuesten Stand. „Mit dieser Einrichtung sind wir auch für größte Herausforderungen, wie sie in den vergangenen zwei Jahren durch die Pandemie an uns herangetragen wurden, hervorragend gerüstet“, so Geschäftsführer Böttcher.

Die 800 Quadratmeter große IMC und die 700 Quadratmeter große ITS haben jeweils zwölf Betten. Vier der IMC-Zimmer sind sogenannte Floating Zimmer: Sie haben die technische Ausstattung, um auch für die Intensivmedizin genutzt werden zu können. Die IST verfügt über ein spezielles Isolationszimmer, das Rettungskräfte von außen anfahren können, um hier Patienten einzuliefern, die nicht in Kontakt mit anderen kommen sollen. Im Isolationszimmer können diese Patienten ohne Ansteckungsgefahr für andere Kranke versorgt werden.

Jeder Platz auf der ITS hat Deckenversorgungseinheiten. Das sind an der Decke fest installierte, frei bewegliche „Arme“, in denen Beatmungsgeräte, spezielle Zugänge für die medikamentöse Versorgung und Computer installiert sind. Die Computer ermöglichen den Mitarbeitern per Krankenhausinformationssystem Einblick in die Verordnungspläne für jeden Patienten zu nehmen - aktuell, eindeutig und schnell.

„Diese Einrichtung ist das Modernste, was es gegenwärtig auf dem Markt gibt, und für uns die perfekte Erfüllung unserer Wünsche“, erläutern Dr. Maike Höltje, Chefärztin für Intensiv- und Notfallmedizin im Krankenhaus Winsen, und Stephan Cruse, Stationsleitung der ITS. Sie sind seit Beginn der Planungen im Jahr 2018 mit einbezogen worden.

Für die ITS wurde die Organisationform der Clustereinheiten gewählt. Das bedeutet: Sechs Betten sind in einer Clustereinheit auf vier Zimmer verteilt. In der Mitte ist eine Überwachungseinheit untergebracht, in der auch pflegerische Tätigkeiten erfolgen. Vorteil für die Patientinnen und Patienten: Sie sind perfekt vom Stationsbetrieb abgeschirmt und können zur Ruhe kommen. Der Reduzierung von Störungen dient auch ein spezielles Türensystem. Jedes Patientenzimmer hat zwei Türen, eine große Schiebetür, durch die Betten hindurchpassen, und eine kleinere, durch die Ärzte und Pflegekräfte von einem kleinen Flur aus die Patientenzimmer betreten.  

In der Mitte zwischen IMC und IST befindet sich eine zentrale Organisationseinheit, in der Medizinische Fachangestellte das Monitoring, also die Bildschirmüberwachung, sowie administrative Arbeiten erledigen. Die Organisationseinheit ist rundum verglast. Blickkontakt zu hilfesuchenden Besuchern ist also jederzeit möglich.

 „Das Konzept ist aus einem Guss und ermöglicht uns, die Patientinnen und Patienten situationsgerecht zu überwachen“, loben Dr. Maike Höltje und Stephan Cruse. Das bedeutet: Patienten, die eine Besserung zeigen, können ohne Weiteres von der ITS in die IMC verlegt werden. Räumliche Nähe gibt es auch zur Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Krankenhauses Winsen, die ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht ist und in der Rettungswagen die Schwerkranken anliefern. Einige dieser Patienten kommen nach der Diagnostik und Erstversorgung in der ZNA auf die ITS.

Das Herzkatheterlabor ist von ITS und IMC nur ein paar Schritte entfernt. Das erleichtert die Zusammenarbeit. „Auf diese Weise entstehen viele Synergien, sowohl ärztlich wie auch pflegerisch, die wir zum Wohle der Patientinnen und Patienten nutzen können“, betont Dr. Höltje.

Um die Intimsphäre der Patienten zu wahren, wurde für sie ein eigener Zugang zum OP-Bereich des Krankenhauses Winsen im zweiten Stock geschaffen: Sie werden in einem eigenen Fahrstuhl transportiert, gut geschützt vor fremden Blicken.

Die Innenausstattung des Funktionstraktes von ITS und IMC folgt dem Farbkonzept des Krankenhauses Winsen: Türen und Fußboden leuchten in frischem Grün, die Wandverkleidungen sind in Holzoptik gehalten. Durch die großen Fenster kommt viel Licht herein. Eine ruhige, positive Atmosphäre, die den Genesungsprozess unterstützt und in der Patienten und Mitarbeiter sich wohlfühlen können. 

 

 

 

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