Vor vier Jahren tauschte Lea Kratzer die Berge gegen nördliches Elbufer. Die gebürtige Bayerin hat im Krankenhaus Geesthacht ihr duales Studium „Hebammenwissenschaft B.Sc.“ absolviert. Nun ist sie frisch examiniert und höchst motiviert im Kreißsaal des Krankenhauses Winsen gestartet. An dem Beruf Hebamme fasziniere sie vor allem die unerschöpfliche Vielfalt, das praxisnahe Arbeiten am Menschen und die enge und vertrauensvolle Begleitung der Familien, erzählt die 27-jährige voller Begeisterung und schaut dabei in die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten ihres neuen Arbeitsplatzes im 3. Stock des Krankenhauses. Als Teil des 15-köpfigen, festangestellten Hebammenteams im Krankenhaus Winsen begleitet sie seit Anfang Mai Geburten und betreut werdende Eltern in den drei Kreißsälen mit angeschlossener Wehenterrasse sowie auf der Geburtenstation. „Im Krankenhaus Winsen wird sehr viel Wert auf eine selbstbestimmte und liebevoll unterstützte Geburt gelegt, bei der die Bedürfnisse der wachsenden Familie im Vordergrund stehen – das finde ich persönlich sehr wichtig“, so Kratzer. „Überzeugt hat mich auch die angenehme Atmosphäre des Hauses. Das Hebammenteam ist familiär, das Miteinander groß“. Das Vertrauen zeige sich ebenfalls im Konzept des Hebammenkreißsaals. Eine Hebamme kümmert sich vertrauensvoll und durchgehend um eine Frau und wird spätestens bei der einsetzenden Geburt von einer zweiten Hebamme unterstützt.
Natürlich & nah: der Hebammenkreißsaal im Krankenhaus Winsen
Das Konzept des Hebammenkreißsaals (HKS) basiert auf der Förderung einer natürlichen, eigenständigen und selbstbestimmten Geburt, bei dem die Gebärenden in ihren eigenen Kräften bestärkt werden. Geeignet ist der HKS für Frauen mit einer unkomplizierten Schwangerschaft ohne medizinische Risikofaktoren. Sollte unter der Geburt zusätzliche medizinische Unterstützung notwendig werden, ist ein Wechsel in den interdisziplinären Kreißsaal jederzeit möglich.
Babyfreundliches Krankenhaus
„Ein, wie ich finde, großer Pluspunkt ist auch die Auszeichnung Babyfreundliches Krankenhaus nach WHO und UNICEF. Das heißt, es wird großen Wert auf eine liebevoll unterstützte Geburt und eine optimale Bindungs- und Entwicklungsförderung, wie Bonding und Stillen direkt nach der Geburt gelegt. Das entspricht auch meinen Werten“, erzählt Kratzer. Nun freue sich die Wahl-Hamburgerin aber erst einmal auf das Ankommen und die intensive Einarbeitung durch das erfahrene Hebammenteam im Krankenhaus.
