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Für ein Leben ohne Blasenschwäche

Beckenbodentraining kann Spaß machen: das demonstrieren (li.) Anne-Kristin Rotterdam und Jasmin Schenk am Vibrationstrainer

Die Projektgruppe erhofft sich neue Erkenntnisse für die Behandlung von Inkontinenz: (v.l.) Chefarzt Johannes Klemm, Anne-Kristin Rotterdam, Juliane Feiling, Jasmin Schenk

Teilnehmerinnen gesucht: Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Winsen unter der Leitung von Chefarzt Johannes Klemm startet im neuen Jahr eine gemeinsame Studie mit der Praxis für Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie Juliane Feiling in Winsen. Inhalt dieser Studie ist der wissenschaftliche Vergleich von Beckenbodentraining mit und ohne Gerät. Bei dem Gerät handelt es sich um einen Vibrationstrainer. Dieser simuliert die Belastung des Körpers beim Gehen und bewirkt rhythmische Muskelkontraktionen, die den Trainingseffekt um ein Vielfaches steigern sollen.

An der Studie teilnehmen können alle von schwerer Belastungsinkontinenz betroffenen Frauen, die von ihrem Gynäkologen oder Hausarzt eine Verordnung für Krankengymnastik bekommen haben.

Belastungsinkontinenz, der ungewollte Harnabgang, schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Nicht immer ist eine Operation nötig. Vielmehr lässt sich durch kontinuierliches und angeleitetes Training eine Festigung des Beckenbodens erzielen. Diese Platte aus Muskeln und Bindegewebe stützt die Bauchorgane, schließt das Becken nach unten ab und sichert den Blasenschluss.

Jasmin Schenk und Anne-Kristin Rotterdam, Physiotherapeutinnen in der Praxis von Juliane Feiling, haben Übungsfolgen entwickelt, die den Beckenboden stärken sollen. Sie wollen nun einen Vergleich anstellen: Was hilft Frauen besser: normale Krankengymnastik oder solche, die vom Vibrationstrainer unterstützt wird?

Wer dabei sein will, sollte etwas Zeit mitbringen. Denn zunächst werden die Studienteilnehmerinnen in der gynäkologischen Ambulanz des Krankenhauses Winsen gründlich untersucht. Sie müssen einen Fragebogen ausfüllen und außerdem ein Miktionstagebuch (Toiletten- und Trinkprotokoll) führen.

Für ein Vierteljahr trainieren die Frauen im Anschluss zweimal in der Woche in der Winsener Physiotherapiepraxis. Zusätzlich müssen sie bereit sein, täglich zu Hause zu üben. Zur Halbzeit des Projekts, also nach sechs Trainingsterminen, und zum Abschluss werden sie noch einmal untersucht und befragt.

Johannes Klemm, Juliane Feiling und ihre Mitarbeiterinnen versprechen sich von dem Projekt Erkenntnisse, die dabei helfen, Frauen mit Inkontinenz noch besser, schneller und vor allem nachhaltiger helfen zu können.

Interessenten für die Studie melden sich mit einer ärztlichen Überweisung in der gynäkologischen Ambulanz im Krankenhaus Winsen 04171 134701, oder in der Praxis Tel. 04171/ 608831.

 

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