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Endoskopie - Diagnostik und Therapie in einem

Chefarzt Dr. Markus Leeker (l.) und Leitender Oberarzt Dr. Rüdiger Matthes am Endoskopieturm

Die Medizinische Klinik im Krankenhaus Winsen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Markus Leeker hat ihr Spektrum in der Endoskopie, insbesondere zur Diagnostik von Erkrankungen des Mitteldarms und der Lunge, jetzt erweitert.

Die Endoskopie ist eine Untersuchungsmethode, die nicht nur exakte Bilder vom Inneren des Körpers liefert, sondern zugleich auch kleinere Eingriffe ermöglicht. Dazu wird ein Endoskop in den Körper eingeführt. Dieses besteht aus einem flexiblen Schlauch und ist mit einer Lichtquelle und einer Kamera ausgestattet, deren Aufnahmen direkt an einen angeschlossenen Monitor übertragen werden.  

In Winsen ist bei über 4000 Untersuchungen pro Jahr eine langjährige Erfahrung in diesem Verfahren für die Fachbereiche Magen-, Darm- und Lungenheilkunde vorhanden. Auch die Kombinationsuntersuchung mit Endoskopie und Sonographie von innen (EUS, EBUS) ist hier seit langem etabliert.

Eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens ist die Kapselendoskopie. Sie findet besonders in der Magen- und Darmheilkunde (Gastroenterologie) Verwendung. Leitender Oberarzt Dr. Rüdiger Matthes in der Medizinischen Klinik des Krankenhauses Winsen ist auf diese Untersuchungsmethode spezialisiert. Viele Patienten, die zu ihm kommen, haben seit langem chronische Blutarmut oder Schmerzen im Bauch, deren Ursachen bisher nicht geklärt werden konnte.

Wenn Magenspiegelung und eine Spiegelung des Dickdarms keine Veränderungen gezeigt haben, liegt der Verdacht nahe, dass eine Erkrankung des Dünndarms hinter den Beschwerden steckt, erläutert Dr. Matthes. In diesen Fällen lässt er die Patienten eine kleine Kapsel in der Größe einer Tablette schlucken. Die Kapsel enthält eine Kamera, die bei ihrer Reise durch den Magen-Darm-Trakt tausende von Bildern macht und anschließend auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden wird. Die Bilder werden ausgewertet und geben Hinweise, in welchem Bereich des Darmtrakts sich die Störquelle befindet.

Anschließend wird der Patient mit einem neuen, besonders langen und geschmeidigen Endoskop untersucht, auf dem zwei Ballone fest montiert sind. Mit diesen Ballonen kann der bis zu sechs Meter lange Dünndarm „aufgefädelt“ und so Stück für Stück begutachtet werden. Finden die Ärzte dabei Neubildungen, werden Gewebsproben entnommen. Wird eine Blutung entdeckt, kann die defekte Stelle in der Darmwand gleich an Ort und Stelle behandelt werden, sodass sie wieder heilt. Nach Auswertung der Gewebsproben entscheiden die Gastroenterologen, ob operiert werden muss.

Vorteil für die Patienten, die eine Endoskopie unter einer sanften Narkose komplett verschlafen können: Von der Voruntersuchung, zu der bei Auffälligkeiten auch eine Magen- und Darmspiegelung gehören kann, über die Endoskopie bis hin zu einer gegebenenfalls nötigen Operation liegen alle Diagnose- und Behandlungsschritte in einer Hand. Die Patienten werden durchgängig versorgt und müssen nicht das Krankenhaus wechseln.

Die Endoskopie ist auch ein wertvolles Diagnostikinstrument bei der Abklärung von Atmungsstörungen. Zugrunde liegt der chronischen Luftnot häufig ein Tumor, der die Atemwege verengt, erläutert Lungenspezialist Dr. Leeker. Mit einem neuen und sehr dünnen Endoskop kann kann Dr. Leeker Proben jetzt auch sehr tief in der Lunge nehmen. Findet er dabei einen Tumor, der sich nicht mehr operieren lässt, kann er diesen mit Hilfe des Endoskops von innen therapieren: Eine Sonde kann an den Tumor herangeführt und die bösartige Neubildung vereist und verödet werden. Mit Hilfe dieser Kryotherapie ist es möglich, den Tumor zu verkleinern oder sogar zu entfernen.

Drückt ein Tumor von außen auf die Bronchien, legt Dr. Leeker mithilfe des Endoskops und unter Einsatz eines biegsamen Hightech-Materials einen Tunnel, der den Atmungsorganen wieder mehr Platz verschafft.

Die Endoskopie ist in der Lungenheilkunde von besonderer Bedeutung, weil sie schon kleine  Tumoren sicht- und oft behandelbar macht. Tumoren in der Lunge gehören immer noch zu den häufigsten Krebserkrankungen. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser ist die Überlebensprognose.

Dr. Leeker und Dr. Matthes freuen sich, am Standort Winsen diese hoch spezialisierten Verfahren anbieten zu können. Patienten, die sich hier behandeln lassen wollen, benötigen eine Einweisung von ihrem niedergelassenen Arzt.

 

 

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