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Ein solides Fundament für die Krankenhausversorgung

Griffen beherzt zur Kelle: (v.l.) Landrat Rainer Rempe, Geschäftsführer Norbert Böttcher, stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann, Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler. Polier Thorsten Zirke (r.) von der Baufirma Schröder hatte Zement und Steine bereitgestellt

Geschäftsführer Norbert Böttcher begrüßte zahlreiche Gäste in der Eingangshalle des Krankenhauses Winsen

Auf solidem Fundament ruht der Anbau an das Bettenhaus A am Krankenhaus Winsen. Der stellvertretende niedersächsische Ministerpräsident Dr. Bernd Althusmann, Landrat Rainer Rempe, Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler und Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, griffen gemeinsam mit Bürgermeister André Wiese und dem Landtagsabgeordneten Andre Bock zur Maurerkelle, um eine Urkundenrolle im Erdgeschoss des Anbaus in Stein einzumauern.

Der Anbau an das Bettenhaus und die Umgestaltung des Erdgeschosses im Altbau sind der letzte Bauabschnitt umfassender Modernisierungsmaßnahmen, mit denen das im Jahr 1974 eröffnete Krankenhaus Winsen zukunftsfähig gemacht werden soll. Baubeginn für den Anbau war im November 2019. Voraussichtlich Anfang 2021 soll das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Das Bauprojekt umfasst eine Intermediate Care Station (IMC) im Erdgeschoss mit zwölf Betten, die direkt mit der Intensivstation im Altbau verbunden ist. Darüber entstehen drei Stockwerke mit insgesamt 66 neuen Bettenstellplätzen, die es ermöglichen, statt der bisherigen Dreibettzimmer auch Zwei- und Einbettzimmer anzubieten. Dies erhöht nicht nur den Patientenkomfort, zumal die Zimmer mit großzügigen Badbereichen ausgestattet werden. Sondern es verbessert auch die Arbeitsbedingungen für die Pflege.

Im Zusammenhang mit der Sanierung soll im Krankenhaus Winsen ein Linksherzkathetermessplatz eingerichtet werden, der die zwei bestehenden Messplätze im Krankenhaus Buchholz ergänzt und die Frühdiagnostik - und Therapie von Herzstörungen verbessern hilft.

Das Investitionsvolumen für den letzten Abschnitt der Sanierungsmaßnahmen im Krankenhaus Winsen beläuft sich auf 17,8 Mio €. Das Land Niedersachsen fördert die Maßnahme mit 12 Mio €.  Der Landkreis Harburg wird sich als Eigentümer des Krankenhauses mit 6 Mio. € an der Finanzierung beteiligen.

Bei der Feierstunde in der Eingangshalle des Krankenhauses betonten die Redner die besondere Bedeutung des Krankenhauses Winsen für die Bevölkerung des Landkreises Harburg und der Stadt Winsen.

Die Baumaßnahme sei ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Systemrelevanz der Krankenhäuser, so Geschäftsführer Norbert Böttcher, der damit indirekt Bezug nahm auf die aktuellen Diskussionen über Konzentrationsmaßnahmen auf dem Krankenhaussektor, bei denen am Ende nur Großkliniken übrigbleiben sollen. Ein Digitalisierungsprojekt der Krankenhäuser Buchholz und Winsen und des Kooperationspartners Waldklinik Jesteburg sei auf gutem Wege und werde dazu beitragen, die Krankenhauspartner auch ohne bauliche Veränderungen noch enger zusammenzuschließen.

Als „Meilenstein für das Krankenhaus Winsen“ bezeichnete Landrat Rainer Rempe den Krankenhausanbau. Die Krankenhäuser seien ein wesentlicher Infrastrukturfaktor im Landkreis Harburg und trügen nicht unwesentlich dazu bei, weitere Bürger und Unternehmen anzuziehen. Die Neubaumaßnahmen an den Krankenhäusern Buchholz und Winsen sicherten die Voraussetzungen, den Bürgern vor Ort weiterhin eine hochqualitative Gesundheitsversorgung anbieten zu können.

Die Förderung der Baumaßnahme durch das Land bezeichnete stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann ein Signal dafür, wie wichtig der Landesregierung die medizinische Versorgung der Bürger auf höchstmöglichen Standard sei. Die Krankenhäuser vor Ort seien dafür von unverzichtbarer Bedeutung, so Althusmann, der wünschte, die Debatte um die Schließung kleinerer Kliniken zugunsten zentraler medizinischer Zentren möge bald ein Ende finden. Der Ausbau der Gesundheitsversorgung gehöre zur Innovationsstrategie für Niedersachsen und habe höchste Priorität. In diesem Zusammenhang lobte Althusmann ausdrücklich den länderübergreifenden Masterplan zur Digitalisierung des Krankenhauswesens.   

„Das Krankenhaus Winsen hat zentrale Bedeutung für unsere Stadt, die immer weiter wächst“, so Bürgermeister Andre Wiese. Deshalb brauche das Krankenhaus eine Gebäudestruktur, mit der es der jährlich steigenden Patientenzahl gerecht werden könne.

Mit der umfassenden Sanierung, so wurde an diesem Vormittag deutlich, hat sich das Krankenhaus Winsen während des laufenden Betriebs von innen heraus runderneuert. Eine gewaltige Kraftanstrengung, nicht zuletzt auch für die Mitarbeiter, für deren Einsatz und deren großes Engagement alle Redner ihnen Lob und Dank aussprachen. 

 

 

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