Krankenhaus Buchholz

Behandlung der Schweißdrüsen in der Achselhöhle bei Hyperhidrosis axillaris mit Botox®

Voraussetzungen
Eine Schweißdrüsenbehandlung mit Botox® sollte nur vorgenommen werden, wenn alle anderen Versuche, die Feuchtigkeit zu regulieren, fehlgeschlagen sind.

Eine Untersuchung durch den Hausarzt sollte innere Erkrankungen, wie hormonelle Störungen ausschließen.

Danach sollte durch Auftragen von Wirkstoffen auf die Haut der Feuchtigkeitsbildung begegnet werden. Diese Behandlung wird von einem Hautarzt durchgeführt. Wenn es dadurch nicht zu einer ausreichenden Austrocknung kommt, gibt es die Möglichkeit, durch Quaddeln der Achselhöhle mit Botox® oder Dysport® eine Verbesserung zu erzielen. Diese Medikamente blockieren die nervöse Steuerung der Schweißdrüsen.

Nachteile dieser Methode liegen in der begrenzten Wirkungsdauer. Das Präparat muss ca. alle 4 - 8 Monate nachgespritzt werden. Die Injektionen in die Achselhöhlenhaut sind gut auszuhalten.

Der Vorteil besteht in der Vermeidung einer Operation und einer nur kurzen Behandlungsdauer von ca. 20 Minuten. Ausserdem muss keine Wundheilungsphase beachtet werden.
Alternativ zur Injektionsbehandlung bietet sich z.B. die Schweißdrüsenabsaugung an.

 

Die Behandlung mit Botox®
Der feuchte Bereich unter den Achseln wird festgestellt und mit einem Stift markiert. Das Areal wird in 15 - 20 Quadrate unterteilt. In jedes der Quadrate wird etwas Botulinum-Toxin gespritzt.

 

Verhalten nach der Injektion
Starke Hitzeeinwirkung, Sauna und Sonnenbaden führen zu Schwellungen und Infektionsgefahr. Sie sollen am Tag der Injektion vermieden werden. Ebenso soll an dem Tag kein Sport getrieben werden.

 

Blutungsneigung
Die Einnahme von Schmerzmedikamenten, die Acetylsalicylsäure enthalten, wie z.B. Aspirin, führt zu einer verzögerten Blutgerinnung und erhöhten Bildung von kleinen Blutergüssen. Deshalb dürfen diese Medikamente eine Woche vor der Injektion nicht eingenommen werden. Das gleiche gilt für blutverflüssigende Medikamente wie Marcumar. Setzen Sie Medikamente nicht selbständig ab! Befragen Sie vorher den verordnenden Arzt nach notwendigen Ausweichpräparaten.

 

Am Injektions-Tag
Duschen oder Baden, danach die Haut der zu behandelnden Region nicht eincremen. Die Achselbehaarung sollte 3 – 4 Tage zuvor rasiert worden sein.

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