Krankenhaus Buchholz

Schultersteife

Ohne äußeren Anlass entzündet sich die Gelenkkapsel, die das Schultergelenk wie ein Sack umschließt und von anderen Strukturen abgrenzt. Nachfolgend kommt es zu Verklebungen und Verwachsungen. Die Kapsel verdickt sich (Adhäsive Kapsulitis). Die Beweglichkeit der Schulter leidet. Das Gelenk wirkt wie eingefroren („Frozen Shoulder“). Die Ursache der Erkrankung ist bis heute ungeklärt. Es zeigt sich ein gehäuftes Auftreten bei Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen und Fettstoffwechselstörungen, auch ein Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen (Menopause) ist wahrscheinlich.

Symptome

Die Erkrankung verläuft in drei Phasen. Die Schmerzen schießen völlig unmittelbar ins Gelenk, meist bei einer ganz alltäglichen Bewegung. Mehr und mehr verselbständigen sich die Schmerzen und treten auch nachts auf. In der zweiten Krankheitsphase steht die Bewegungseinschränkung im Vordergrund, während der Schmerz nachlässt. In manchen Fällen kann es in der dritten Phase wieder von allein zu einer Verbesserung der Beweglichkeit. Der zeitliche Ablauf der einzelnen Phasen ist nicht vorhersehbar. Die Erkrankung kann wenige Wochen oder Monate, aber auch mehrere Jahre dauern.

Diagnose

Schon die typische Fehlhaltung des Patienten und extreme Druckempfindlichkeit der Schulter sind für den erfahrenen Arzt Hinweise auf die Erkrankung. Eine ausführliche Befragung des Patienten und Bewegungstests untermauern die Diagnose der Frozen Shoulder. Starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen ohne äußeren Anlass sind eindeutige Indikatoren. Der Einsatz von bildgebenden Verfahren ist nur zum Ausschluss anderer Verletzungen nötig und sinnvoll.

Therapie

Bringen konservative Therapiemaßnahmen wie Physiotherapie sowie schmerz- und entzündungshemmende Medikamente keine Besserung, kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein. Dabei werden Vernarbungen gelöst und die verdickte Gelenkkapsel durchtrennt. Dieser minimalinvasive Eingriff gewährleistet in der Regel einen raschen Gewinn an Beweglichkeit und eine schnelle Schmerzreduktion.

Rehabilitation

Die Schulter muss nach der Operation nicht ruhiggestellt werden, vielmehr sollte der Arm sofort im schmerzfreien Bereich bewegt werden. Eine unterstützende krankengymnastische Beübung ist über die ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff sinnvoll.

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Leitung

Oberarzt

Dr. Peter Ortwein

Kontakt über das Sekretariat
Tel.: 04171 - 13 4601