Krankenhaus Buchholz

Schulterarthrose

Bei der Arthrose der Schulter kommt es zum Verschleiß und Abrieb des Gelenkknorpels. Folge ist eine Strukturveränderung – „Entrundung“ – des Oberarmkopfs sowie eine teilweise Zerstörung der Schultergelenkpfanne. Schulterarthrose tritt entweder ohne erkennbare Ursache („primäre Arthrose“) oder nach fehlverheilten Schulterbrüchen („sekundäre Arthrose“) auf und ist vergleichsweise selten.

Symptome

Charakteristisch sind starke bewegungsabhängige, aber auch in Ruhe (auch nachts) auftretende Schmerzen in der gesamten Schulter, die bis in den Rücken, Oberarm und Ellbogen ausstrahlen können. Schrittweise und schleichend vermindern sich Kraft und Beweglichkeit des Gelenks, was den Gebrauch des Armes immer mehr einschränkt. Das Liegen auf der betroffenen Seite ist nicht mehr möglich.

Diagnose

Die Schulterarthrose wird durch eine Röntgenuntersuchung des Gelenks festgestellt. Auch im Kernspintomogramm sind die entsprechenden Zeichen der Arthrose gut zu erkennen: Der Gelenkspalt ist verschmälert, vielfach werden auch knöcherne Anbauten an Gelenkkopf und Pfanne sichtbar, die über die Jahre der Arthroseentstehung langsam wachsen.

Therapie

Viele Patienten entscheiden sich bei Schulterarthrose zunächst für eine Behandlung ohne Operation, welche auch über einen gewissen Zeitraum helfen kann. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr greifen und die Beschwerden stark zunehmen, ist ein allgemeiner Gelenkersatz („Total-Endoprothese“) der Schulter nötig.  Die Operation wird über einen offenen Schnitt durchgeführt. Ein spezielles System zum Ersatz der zerstörten Gelenkflächen wird zementfrei in die Schulterknochen eingesetzt. Je nach Ausprägung der Arthrose und Patientenalter werden unterschiedliche Implantate verwendet.
Eine spezielle Form der Schulter-Endoprothese ( siehe auch „Komplexe Schädigung der Rotatorenmanschette“)  wird dann eingesetzt, wenn neben der Arthrose auch ein nicht reparabler Verschleiß der Rotatorenmanschettensehnen vorliegt. 

Rehabilitation

Nach der Implantation einer Schulterprothese ist ein stationärer Aufenthalt von ca. sechs bis zehn Tagen erforderlich. Der Arm wird in den ersten sechs Wochen in einer Schiene gelagert, die der Patient zur Krankengymnastik und bei der Körperpflege (Duschen) selbst abnehmen kann. In den ersten Tagen nach der Operation treten in der Regel Schmerzen auf, die mit Schmerzmedikamenten bekämpft werden.
Der Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik ist in den meisten Fällen sinnvoll. Die Reha wird für gewöhnlich direkt von der Operationsklinik organisiert und beginnt ca. sechs Wochen nach der Operation.
Die Beweglichkeit in der Schulter ist in den ersten sechs Wochen eingeschränkt. In den meisten Fällen wird durch die Prothesenimplantation eine erhebliche Verbesserung der Beweglichkeit erreicht, deren volles Ausmaß etwa fünf bis sechs Monate nach dem Eingriff spürbar wird.

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Leitung

Oberarzt

Dr. Peter Ortwein

Kontakt über das Sekretariat
Tel.: 04171 - 13 4601