Krankenhaus Buchholz

Impingementsyndrom

 

 „Impingement“-Syndrom ist gleichbedeutend mit dem Schulter-Engpasssyndrom. Die Sehnen der Rotatorenmanschette, welche für die Bewegungen in der Schulter verantwortlich sind, werden zwischen Oberarmkopf und Schulterdachknochen bei bestimmten Bewegungen eingeklemmt. Ablagerungen oder bestimmte anlagebedingte Verknöcherungen des Schulterdaches sind hierfür verantwortlich.

Die Patienten leiden unter meist sehr charakteristischem bewegungsabhängigen Schulterschmerzen, die ab einem bestimmten Grad des Abspreizens des Armes im Schultergelenk regelhaft auftreten. Gelegentlich werden die Schmerzen beim weiteren Abspreizen und Heben des Armes bis über den Kopf dann wieder geringer.

Diagnosen

Der Arzt stellt die Diagnose durch eine Untersuchung, welche die Schmerzen bei bestimmten Bewegungen provoziert. Röntgenaufnahmen werden benötigt, um die Ursachen für das Engpasssyndrom unter dem Schulterdach sichtbar zu machen. Ein Kernspintomogramm ist zur Beurteilung begleitender struktureller Schädigungen der Weichteile sinnvoll.

Therapie

Leichte und kurzfristig über einige Wochen oder wenige Monate auftretende Engpassbeschwerden können oft durch Krankengymnastik oder eine Umstellung der Lebensgewohnheiten wirkungsvoll behandelt werden. Liegen wesentliche strukturelle Ursachen (z.B. knöcherne Ablagerungen am Schulterdach) vor, ist meist eine Schlüssellochoperation (Arthroskopie) sinnvoll, welche die Ablagerungen beseitigt („subakromiale Dekompression“). Etwaige Begleitschäden an der Sehnenmanschette (z.B. Rissbildungen) können gleichzeitig mit behandelt werden.

Nach einer Operation gegen ein Impingementsyndrom wird für ca. 6-8 Wochen Krankengymnastik erforderlich. Eine Ruhigstellung der Schulter erfolgt nur in Ausnahmefällen.

Leiter Schulterchirurgie

Oberarzt

Dr. Peter Ortwein